20. April 2019

ATEMPAUSE Magazin für Menschen mit Pulmonaler Hypertonie

Ausgabe 1 Thema Bewegung

In Zusammenarbeit mit dem Klarigo Verlag für Patientenkommunikation finanziert von Glaxo Smith Kline berichten Betroffene, darunter viele aus unserer Selbsthilfegruppe mit Herz und IQ,  PH Ärzte, ein Medizinjournalist unter anderen über das spezielle Rehaprogramm in der Rehaklinik Königsstuhl in Heidelberg, über die Galileo Studie, aktiv sein trotz oder gerade wegen Langzeitsauerstofftherapie und vieles mehr. Ihr dürft neugierig sein.

Wir verteilen das Magazin auf  regionalen Stammtischen der Selbsthilfegruppe mit Herz und IQ  oder auch auf unserem Bundestreffen im Juni. Auf Anfrage per Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! verschicken wir kostenlos Exemplare an Betroffene und Angehörige.

Das Magazin wird in PH Zentren,  auf Fortbildungen oder Kongressen ausgelegt.

 

 

März 2019

PH - Stammtisch Essen

Eine echte Tradition mittlerweile ist der Stammtisch in Essen.

Seit 2013 treffen sich PHler und Angehörige aus der Ruhrpottregion. Bei lecker Käffchen und Kuchen begann am Nachmittag der Austausch unter Gleichgesinnten. Es tut einfach gut mit Menschen zu reden, die wissen wovon man spricht. Wir durften neue Mitstreiter begrüßen, die sicherlich anfangs erstaunt waren, dass schwerstkranke Menschen frozelnd und lachend am Tisch saßen. Man lernt eben mit dem Schicksal zu verhandeln und macht einfach mal das beste draus.

Informationen wurden ausgetauscht, Tipps gegeben,  Erfahrungen erzählt. Wir vergaßen mal wieder die Zeit, dem Käffchen und Kuchen folgte das Abendessen und der Cappuccino. Wir freuen uns schon aufs nächste Mal.

Sauerstofftankstelle war bei einem Freund im Auto.

Es war wieder sehr nett im Hülsmannshof in Essen

Auch in anderen Regionen sind Stammtische angelaufen...demnächst in Hamburg. Traut Euch! Es braucht nicht viel: barrierfreies Restaurant, zentral gelegen, bezahlbar, Aufruf in der  Facebookgruppe mit Herz und IQ

30. März 2019

Lungenhochdruck bei COPD? Ab ins Expertenzentrum!

 

Bericht in der Medical Tribune

 

Zitat aus dem Bericht:

"Wahrscheinlich gibt es einen speziellen pulmonalvaskulären Phänotyp der COPD, der typischerweise ohne starke Atemflusseinschränkung daherkommt, aber eine ausgeprägte Hypoxämie und Diffusionskapazität zeigt. „Diese Patienten haben keine schwere Bronchialerkrankung, sondern eher ein kardiovaskuläres Problem“, so Prof. Krüger. „Wenn Sie bei ihnen eine Spiroergometrie machen, ist die Belastbarkeit nicht pulmonal limitiert, sondern kardial.“ Die vaskulären Veränderungen sehen ähnlich aus wie bei der idiopathischen pulmonalen Hypertonie und das Mortalitätsrisiko ist stärker durch die PH geprägt als durch die FEV1."

Finde hier Dein Expertenzentrum, Lungenhochdruck-Infocenter

PH Zentren

1. März 2019

Dietmar und Enkelin beim Tag der Seltenen Erkrankungen in der Medizinischen Hochschule Hannover MHH

Zum Tag der Seltenen Erkrankungen veranstalte Orphanet und das Zentrum für Seltene Erkrankungen der MHH 

Rare Disease Day Symposium 2019
Gesundheitsversorgung und soziale Betreuung gehören zusammen

"die Teams von Orphanet Deutschland und dem  Zentrum für Seltene Erkrankungen (ZSE) der MHH möchten Patienten,
Verwandte, Ärzte und alle interessierten Mitbürger anlässlich des
internationalen "Rare Disease Day 2019" am Donnerstag, den
28.02.2019 zu einem öffentlichen Symposium über „Seltene
Erkrankungen" einladen.
Das Programm beinhaltet 10 themenbezogene Fachvorträge und eine
umfangreiche Ausstellung von Informationsständen durch geladene
Vertreter von Selbsthilfegruppen und Patientenorganisationen,
die über einige der mehr als 6000 bekannten Seltenen Erkrankungen
informieren.
Wir würden uns sehr freuen, wenn Sie den Tag der Seltenen
Erkrankungen mit Ihrem Besuch an der MHH unterstützen und so dazu
beitragen, den betroffenen Patienten eine hörbare Stimme zu geben!"

In einem Vortrag  "Chronisch thromboembolische pulmonale Hypertonie (CTEPH) - Die unterschätzte Gefahr von rechts
PD Dr. med Karen Olsson PH Ambulanz erzählte Dietmar Ellermeier, Admin unserer Selbsthilfegruppe, seine   Geschichte.

An seiner Seite seine interessierte Enkelin, Katy Panienski.

Danke für Deinen Einsatz.

 

 

 

 

27. Februar 2019

 

Anlässlich des Tages der Seltenen Erkrankungen am 28. Februar 2019

 

eine Aktion unserer Facebookgruppe und auch in unserem PH-Forum.

 

Sprich mit Deinen Familienangehörigen über die Pulmonale Hypertonie

 

, mach sie darauf aufmerksam, dass es auch eine genetisch bedingte PH geben kann, sensibilisiere sie für Deine Erkrankung und die Möglichkeit, dass es jeden treffen kann.

Erfrage die Familiengeschichte, gab es vielleicht schon Fälle von Pulmonaler Hypertonie in Deiner Familie?

Welche Erfahrungen habt Ihr diesbezüglich gemacht?

Schreibt Eure Erfahrungen gerne in den entsprechenden Thread in Unserem PH-Forum!

Danke :-)

 

ACHSE Allianz Chronischer Seltener Erkrankungen

 

12. Februar 2019

Orenitram vielleicht bald außerhalb von den USA zugelassen? Ergebnisse der FREEDOM-EV Studie

Orenitram die Tablettenform von Treprostinil wurde damals in Deutschland nicht zugelassen wegen geringer bis keiner Wirksamkeit. Die Studie FREEDOM-EV findet andere Ergebnisse.

Ob sie der Überprüfung standhalten, bleibt abzuwarten.

prnewswire.com Link zum Bericht

Auszüge aus dem Bericht, übersetzt mit DeepL

"Highlights der Präsentation

Der primäre Endpunkt dieser entscheidenden, doppelblinden, placebokontrollierten, ereignisgesteuerten Studie bei Patienten mit pulmonaler arterieller Hypertonie (PAH) wurde erreicht. Orenitram verringerte das Risiko, dass sich die klinischen Ereignisse verschlechtern, um 26% im Vergleich zu Placebo (p=0,0391). Diese Ergebnisse wurden hauptsächlich durch Verzögerungen im Krankheitsverlauf verursacht; Orenitram senkte das Risiko eines Krankheitsverlaufs um 61% im Vergleich zu Placebo (p=0,0002). Die Sterblichkeit war zwischen Orenitram und Placebogruppen am Ende der randomisierten Behandlung ähnlich. Bei den Teilnehmern, für die Daten vorliegen (89%), war Orenitram jedoch mit einem um 37% geringeren Sterblichkeitsrisiko im Vergleich zu Placebo (p=0,0324) bei Abschluss der Studie verbunden (was zusätzliche Daten beinhaltet, die in der Open-Label-Verlängerungsstudie gesammelt wurden).

"Wir freuen uns, dass die FREEDOM-EV-Studie gezeigt hat, dass Orenitram nicht nur das Fortschreiten der Erkrankung verzögert, sondern auch die erste und einzige orale Therapie der Prostazyklin-Klasse ist, die einen positiven Einfluss auf das Überleben bei Studienabschluss hat", sagte Dr. Martine Rothblatt, Vorsitzende und Chief Executive Officer von United Therapeutics. "Diese Daten bauen auf der Grundlage der FREEDOM-M-Studie auf und werden den wahrgenommenen Wert von Orenitram für Kostenträger und Verschreiber stärken und die Tür für mehr Patienten öffnen, um von diesem Medikament zu profitieren."

"Ich freue mich sehr, das komplette FREEDOM-EV-Datenpaket in den nächsten Monaten bei den Meetings zu präsentieren", sagte Dr. White. "Orenitram brachte in der Studie klare Vorteile, und der Hinweis, dass diejenigen, die mit Orenitram behandelt wurden, einen Überlebensvorteil hatten, sollten die Verschreiber sehr unterschiedlich über die orale Form von Treprostinil nachdenken lassen."

United Therapeutics hat die Ergebnisse der FREEDOM-EV-Studie bei der U.S. Food and Drug Administration eingereicht, um eine mögliche Änderung des Labels für Orenitram zu unterstützen, und prüft, ob die Ergebnisse die Zulassung außerhalb der USA unterstützen könnten."

03. Februar 2019

 

PVOD, die seltenste Form der Pulmonalen Hypertonie seit sechs Jahren erfolgreich mit Imatinib behandelt

Link The Tohoku Journal of Experimental Medicine

"Die ulmonale veno-okklusive Erkrankung (PVOD) ist eine seltene Form der pulmonalen Hypertonie (PH). Die Prognose für PVOD-Patienten ist nach wie vor schlecht, da es noch keine wirksame medizinische Therapie gibt. Imatinib ist ein Tyrosinkinase-Hemmer, der spezifisch für den von Blutplättchen abgeleiteten Wachstumsfaktorrezeptor ist und als Behandlungsoption für die pulmonale arterielle Hypertonie (PAH) erwartet wird. Vor kurzem wurde berichtet, dass Imatinib die Funktionsfähigkeit eines Patienten mit PVOD verbessert hat. Wir berichten hier von einem Patienten mit Verdacht auf PVOD, der erfolgreich mit Imatinib behandelt wurde und 6 Jahre nach der Diagnose am Leben ist. Eine 57-jährige Frau wurde wegen schwerer Dyspnoe in ein Krankenhaus eingeliefert. Die Echokardiographie deutete auf das Vorhandensein von PH hin, da der Druckgradient der tricuspidalen Regurgitation erhöht war. Der Patient wurde dann wegen Fieber und zunehmender Dyspnoe vorzeitig mit einem Krankenwagen in unser Krankenhaus gebracht. Da die Patientin keine Linksherzerkrankung hatte, diagnostizierten wir, dass sie PAH im Zusammenhang mit schwerer Rechtsherzinsuffizienz hatte. Wir begannen sofort mit der Behandlung mit Stickstoffmonoxid (NO) wegen ihrer schweren Hypoxie, was jedoch ein Lungenödem verursachte. Wir vermuteten PVOD aus CT-Merkmalen und Lungenödemen nach einer PAK-gerichteten Vasodilatatortherapie und begannen dann mit der oralen Imatinib-Behandlung. Als Reaktion auf Imatinib verbesserte sich ihr Lungenödem allmählich. Seitdem ist der Patient seit 6 Jahren am Leben mit Imatinib- und Lungengefäßerweiterern. Die Lungentransplantation ist derzeit die einzige wirksame Therapie für PVOD mit begrenzter Verfügbarkeit. Wir schlagen daher vor, dass Imatinib eine Behandlungsoption für PVOD und eine Brücke zur Lungentransplantation sein kann."

Übersetzt mit www.DeepL.com/Translator

 

Frühere Studie an Patienten mit PVOD (Pulmonale veno-okklusive Desease) und PCH ( Pulmonale kapilläre Hämangiomatose)

Link zum Bericht auf PubMed

 

"Imatinib verbesserte die Trainingskapazität, die Hämodynamik und das Überleben bei Patienten mit PVOD/PCH. Bei Patienten mit PVOD/PCH, für die keine wirksame medizinische Therapie zur Verfügung steht, könnte Imatinib als Brücke zur Lungentransplantation dienen und zu einer potenziellen Therapieoption werden, um ihr Überleben zu verbessern."

 

Was ist Imatinib?

Link Wikipedia

 

 

 

26. Januar 2019

Crystal Meth, Methamphetamin verursacht Pulmonale Hypertonie

"Dr. Roham Zamanian (außerordentlicher Professor, Lungen- und Intensivmedizin), hat die geografische Ausbreitung der Meth-Epidemie, einschließlich ihrer Produktion und Verwendung, verfolgt, von ihrem Ursprung in den USA im California Central Valley über abgelegene Gebiete des amerikanischen Westens bis hin zu aktuellen Hochburgen in Appalachen und im Ohio Valley. Es stellt sich heraus, dass viele seiner Patienten mit PAH eine Vorgeschichte des Meth-Missbrauchs eingestehen."

Link zum Bericht

"Eine Folge dieser Fakten ist, dass die Klinik in Stanford, die Patienten mit PAH behandelt, ebenfalls wächst.

Kaliforniens erste Methamphetamin-Epidemie erreichte 2006 ihren Höhepunkt. Bis dahin hatte das Justizministerium eine Antwort auf die Situation gesetzt, indem es die Durchsetzung bestehender Gesetze stark erhöhte und bekannte Meth-Labore ausrottete. Obwohl der Missbrauch bis 2010 zurückgegangen ist, begann er vor allem in den Jahren 2013 und 2014 wieder zu steigen und hat nun den Höhepunkt von 2006 überschritten. Gleichzeitig ist Meth billiger und reiner und damit süchtig machender geworden. Als jemand, der sich mit den Folgen des Problems beschäftigt, teilt die Zamanin aktuelle Daten des Justizministeriums mit, die eine weitere große Epidemie in Kalifornien in den Jahren 2017 und 2018 vorhersagen.

Breaking Bad führte viele Menschen in Amerika in die traurige Geschichte des Methamphetaminkonsums ein, und viele Zuschauer sahen es als Verherrlichung des Missbrauchs. Die Zamanier sahen das nicht so. Er erklärt: "Ich habe von Breaking Bad gesehen, dass dies eine große Epidemie in zumindest einem Teil der Vereinigten Staaten ist. Es handelt sich um eine Krankheit von Menschen, die nicht in städtischen oder gar vorstädtischen Gebieten, sondern in den landwirtschaftlichen Flächen oder sehr abgelegenen Gebieten des Landes leben. Viele Experten erkennen, dass Methamphetaminmissbrauch ein klassenabhängiges Drogenproblem ist."

Er fährt fort: "Leider befinden wir uns in Stanford im Epizentrum des Methamphetaminmissbrauchs in den Vereinigten Staaten, und so sehen wir eine größere Anzahl von methamphetaminbezogenen PAH-Patienten, als wir uns wünschen. Bis zu 30 bis 40 Prozent unserer Patienten, die mit dieser seltenen Krankheit infiziert sind, haben eine Methamphetamin-Vorgeschichte."

Als Forschungsgruppe begannen Zamanian und seine Kollegen 2003, ihre Patienten mit meth-assoziierter PAH zu verfolgen. "Das Papier, an dem wir gerade arbeiten", sagt er, "zeigt, dass sie in 5 bis 10 Jahren schlechter abschneiden als andere PAH-Patienten. Wir kennen nicht den genauen Mechanismus, vielleicht über den Serotoninweg, durch den der Methamphetamingebrauch zu Lungenhochdruck führt. Es ist sehr schwer, einen Zusammenhang zu zeigen, aber es wird noch schwieriger sein, die Ursache zu zeigen."

Übersetzung mit DeepL

23. Januar 2019

NichtbestimmungsgemäßeVerwendung von Überleitungs-Kanülen (Transfer-Devices) in der Sauerstofftherapie

 

Heute eine Warnung, die uns alle betreffen kann: Vielen Dank an K.-Günther Fliegel (Autor)  für den Text

Was ist eine Überleitungskanüle?

Transferkanüle

Eine Überleitungs-Kanüle (Transfer-device) ist ein Hilfmittel aus dem Bereich der Infusionstherapie und der Transfusionstherapie.
Überleitungskanülen werden zum Auflösen von Lyophilisaten (gefriergetrocknete medizinische Lösungen), Mischen von Lösungen und Arzneimitteln und Aufschwemmen von Ery-Konzentrat (Erythrozytenkonzentrat; Blutprodukte aus roten Blutkörperchen für eine Transfusion) in geschlossenen sterilen Systemen verwendet. D.h. Überleitungskanülen werden für den Transfer von Flüssigkeiten aus einem geschlossenen Behältnis in ein anderes geschlossenes Behältnis eingesetzt. Die Behältnisse können aus Kunststoff oder Glas bestehen und sind mit einem Gummistopfen verschlossen.
Das ist der bestimmungsgemäße Gebrauch (Zweckbestimmung) und kein anderer. Dafür liegt die Zulassung des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) vor. Deshalb darf dieses Hilfsmittel in der Sauerstofftherapie auch nicht verwendet werden.

Die Zulassung erfolgt auf Antrag des Herstellers beim BfArM. Der Hersteller trägt für die Funktionssicherheit und Gebrauchsfähigkeit die Verantwortung. Ähnlich wie in Beipackzetteln für Medikamente schließt der Hersteller durch die Angabe des bestimmungsgemäßen Gebrauchs im Artikelkatalog und auf der Verpackung des Transfer-Sets „Überleitkanüle zum Überleiten und/oder Mischen steriler Flüssigkeiten im geschlossenen System“ einen anderen Gebrauch als diesen aus. „Wird dieser Artikel anders eingesetzt, ist dies ein nichtbestimmungsgemäßer Gebrauch und die Zulassung erlischt!
Es haftet dann ausschließlich der Anwender für evtl. Schäden.“( Antwort eines Herstellers auf meine Anfrage)
Trotzdem findet man immer wieder in Krankenhäusern die missbräuchliche Verwendung der Kanülen. Auch in der „Deutschen Sauerstoffliga“ wird dieser Mißbrauch beklagt.
Gründe dafür sind:

fehlende Kenntnisse in der Sauerstofftherapie

fehlende Produktkenntnisse

falsche Vorratshaltung

Leichtfertigkeit durch Stress (Zeitmangel)

Neben dem Verwendungsverbot auf der Grundlage der Zulassung für die Transferkanüle als Schlauchverbinder für Sauerstoffschläuche stehen auch konstruktive Gegebenheiten gegen eine solche Verwendung. Die Kanülen haben eine besondere Konstruktion:

Innenliegend haben sie zwei gleich große Kanäle. Ein Kanal dient dem Transfer der medizinischen Flüssigkeit und ein Kanal dient dem Druckausgleich zwischen den Beuteln/Flaschen aus Glas oder aus Kunststoff.

Diese Kanäle haben in diesem Fall einen Durchmesser der Bohrung von ca. 1,5 mm. Das entspricht einem Durchströmungsquerschnitt von 1,77 mm2. Damit ergibt sich für die Kanüle ein Durchströmungsquerschnitt von 2 x 1,77mm2  3,5 mm2.
Im Gegensatz dazu hat ein Schlauchverbinder (Konnektor) (s. Bild 1) einen Bohrungsdurchmesser von 3,0 mm. Das entspricht einem Durchströmungsquerschnitt von ca.7,0 mm2, d.h. der Durchströmungsquerschnitt der Kanüle beträgt nur 50 % von dem des Schlauchverbinders. Damit ist nicht mehr sichergestellt, dass die verordnete Durchflussmenge (Flow; l/min.) auch noch beim Patienten ankommt, da sich mit der Verringerung des Querschnitts der Strömungswiderstand erhöht.

Sie haben an den Enden zwei unterschiedlich lange, spitz auslaufende Dorne. Diese dienen dem Einstechen in die Infusionsgefäße (Beutel/Stopfen auf Flaschen aus Glas oder aus Kunststoff). Die Dorne haben keine Profilierung, die das Herunterrutschen der Schläuche verhindert. Bei einem höheren Flow ( 5 l/min.) ist diese Gefahr sehr groß.

Seitlich sind zwei Griffplatten zur besseren Handhabung für das Einstechen in die Infusionsflaschen ausgeformt. Diese stellen beim Gleiten des Schlauches ein Hindernis dar, das die Gefahr des Abrutschens des Schlauches noch erhöht. Außerdem besteht eine Verletzungsgefahr durch Darauftreten. (Laufen auf Strümpfen im Krankenzimmer)

Fazit:

Die Transfer- Kanülen haben sowohl von der Zulassung durch das BfArM, als auch von der konstruktiven Gestaltung her, in der Sauerstofftherapie nichts zu suchen. Ihre leichtfertige und fahrlässige Verwendung setzt die Patienten der gesundheitlichen Schädigung aus, für die der Anwender die Verantwortung zu übernehmen hat.

Ungeachtet dessen sollten Patienten, die eine Sauerstofflangzeittherapie (LOT) erhalten,einen sehr hohen Flow haben und unter einer schnellen Sauerstoffentsättigung (Hypoxämie; Sauerstoffmangel im arteriellen Blut, das in seiner schwersten Ausprägung auch Anoxämie genannt wird) leiden, bei einer Versorgung im Krankenhaus darauf achten, dass immer die richtigen Schlauchverbinder verwendet werden. Hier besteht öfter das Bedürfnis kurze Schläuche (Standardlänge 2,1 m ) zu verlängern, um den Patienten in seiner Mobilität nicht einzuschränken (eigenes Aufsuchen der Toilette). Sollten Sie auf der Station kein Gehör finden, so wenden Sie sich an den Pflegedirektor. Er ist für die Handlungen des Pflegepersonals verantwortlich. Es geht um Ihre Gesundheit!

 SO sieht ein richtiger Verbinder für die Sauerstoffleitungen aus.

Verbinder

 

14. Januar 2019

 

Braunalgen gegen Lungenhochdruck?

 

Forscherteam des Deutschen Zentrums für Lungenforschung (DZL) an der Justus-Liebig-Universität Gießen weist die Wirkung von natürlichem Braunalgenextrakt bei experimentellem Lungenhochdruck nach

 

Link zum Bericht

Weiterer Link zum Bericht

 

Falls jemand auf die Idee kommen sollte, das Zeugs einzunehmen, ACHTUNG: "Allerdings gibt es Probleme für eine mögliche medizinische Applikation von Fucoidan. Zum einen handelt es sich um ein heterogenes Polysaccharid [4], was eine Entwicklung und Zulassung für eine medizinische Anwendung schwierig macht, zum anderen haben unterschiedliche Fucoidane häufig sogar gegenteilige Eigenschaften; so können Fucoidane je nach Herkunft, Molekulargröße und sogar Testsystem mal pro-, mal anti-angiogen wirken [14, 15]. Daher ist eine Aufreinigung und genaue Charakterisierung von Fucoidanen unerlässlich."

11. Januar 2019

PHenomenal Hope, PHenomenal Impact Fund for Global PH Research vergibt Forschungsstipendien

Zitate aus dem Bericht mit DeepL übersetzt

"Das neu geschaffene Förderprogramm der Organisation - PHenomenal Impact Fund for Global PH Research - wird Forscher auszeichnen, die Grundlagenforschung oder Translationswissenschaften studieren oder klinische Forschung im PH-Bereich betreiben."

...

"
Bewerber müssen Bürger der Vereinigten Staaten, Deutschlands, Brasiliens, Südafrikas oder Mexikos sein - Länder, in denen es ein Team PH Chapter gibt. Sie können Ärzte, Krankenschwestern, Apotheker oder verwandte Angehörige der Gesundheitsberufe sein, sofern es sich bei den Vorschlägen um die Untersuchung eines bestimmten Fachgebiets handelt. Auch über die erste Berufung hinaus dürfen die Bewerber nicht mehr als fünf Jahre Erfahrung haben.
"

...

"Angebotsabsichtserklärungen sind bis zum 1. Februar fällig. Falls ausgewählt, sind die Vollanträge bis zum 15. März fällig. Die Verleihung beginnt im Juli. Weitere Informationen über die Teilnahmeberechtigung und die Antragstellung finden Sie hier."

Link zu PHenomenal Hope Fund for Global PH Research

Link zum Originalbericht

22. Dezember 2018

 

Reaktive Sauerstoffspezies ROS bei PH und als Indikator für LTX- Abstossungsreaktion

 

Link zur Dissertation

Zitat aus der Zusammenfassung

"Im Kontext einer klinischen Studie bei 78 lungentransplantierten Patienten wurde anhand von 238
histopathologisch sowohl nach der International Society for Heart and Lung Transplantation (ISHLT)-
Klassifikation ISHLT-A (1996+2006) als auch ISHLT-B (1996) eingestuften Biopsien erstmals die mittels
ESR gemessene O 2 •− -Konzentration in der bronchoalveoläre Lavageflüssigkeit (BALF) als möglicher
diagnostischer Marker einer akuten Transplantatabstoßung größer gleich A 2 oder B 2 etabliert. O 2 •− -
Konzentrationen der BALF zeigten sich bei Patienten, bei denen anhand der transbronchialen Biopsie eine
schwere Abstoßung diagnostiziert wurde, als hochsignifikant erhöht im Vergleich zu jenen, bei denen eine
nur moderate Abstoßungsreaktion (kleiner A 2 und kleiner B 2 ) nachgewiesen wurde oder aus Sicht der
Pathologie keine Abstoßung (A 0 bei B 0 ) bestand. Als Prädiktor einer schweren Abstoßung ergab sich für
O 2 •− anhand einer Receiver-Operating-Characteristic (ROC)-Analyse eine Area Under Curve (AUC) von3
0,84. Außerdem konnte der Anteil an Neutrophilen, Makrophagen und der Anteil an zurückgewonnener
BALF als etwas schwächere Prädiktoren einer schweren Abstoßung identifiziert werden. Eine heuristische
Kombination von O 2 •− mit dem Prozentsatz von Makrophagen, Neutrophilen, Eosinophilen und dem
zurückgewonnenen BALF-Anteil resultierte in einer AUC von 0,89. Hinsichtlich O 2 •− , dem Anteil von
Neutrophilen und Makrophagen und möglicherweise auch der selten beobachteten Eosinophilen ergaben
sich teils signifikante Unterschiede zwischen männlichen und weiblichen Patienten."