Quarks und Co für PH, oder Grundlagen einfach erklärt

03 Jan 2021 15:16 - 03 Jan 2021 22:02 #983 von danny
Ich dachte, ich beginne mal von vorne:

WAS IST LUNGENHOCHDRUCK?

Dazu muss man ein wenig ausholen. Ich haltes es so knapp wie machbar.
Alle kennen den Blutdruck: 120/80. 120mmHg, also ein Druckwert, in der SYSTOLE (Auswurfphase des Herzen) wirft das LINKE Herz das Blut in die Aorta und von dort in alle ARTERIEN im Körper. Es wandert durch alle Organe und alle Muskeln, Gewebe. Alles muss versorgt werden mit Blut und somit Nährstoffen, Sauerstoff usw.

In der DIASYSTOLE, 80mmHg erschlafft das Herz und füllt sich mit Blut. (Füllungsphase des Herzen)
Diese beiden Werte sind also der normale Blutdruck.
Aus alles VENEN des Körpers gelangt das VERBRAUCHTE Blut im RECHTEN Herzen. Von dort gelangt es über die Pulmonalarterie in die Lunge.
Arterien führen vom Herzen weg, Venen führen zum Herzen hin.

In der Pulmonalarterie und in den übrigen Lungengefäßen herrscht ein NIEDRIGER Druck, der sogenannte Lungendruck.
Dieser sollte im Mittel , also der MITTELWERT, den man NUR im Rechtsherzkatheter bestimmen kann. (Im Herzultraschall, Echo kann man nur den höheren SYSTOLISCHEN Lungendruck messen).

Der sogenannte mPAP, mittlere PulmonalArterielleDruck (Pressure) sollte 20mmHg nicht überschreiten.
Also ein Niederdrucksystem: alle Strukturen, die damit zu tun haben, sind leicht dehnbar, elastisch aber nicht mit Muskeln ausgestattet.
Das rechte Herz muss also sich verdickten und weiten, damit es den hohen Lungendruck aushält. Es muss ja DAGEGEN anpumpen.

Wenn wir dann Werte messen von 80mmHg. Vergleicht das mal mit der berühmten 120/80 des Hochdrucksystems im linken Herzen.
Dann hätten wir also 4x so hohen Wert wie normal. Viermal 120....rechnen...na? Das wären dann 480mmHg, stellt Euch mal vor, wie da das Herz leidet.
So hoch und höher kann der Lungenhochdruck werden. Nicht vorstellbar, was unser rechtes Herz leisten muss und das in RUHE....wenn wir also loslaufen, steigt dieser Wert an....wenn wir rennen würden, oder Gewichte heben usw....stellt Euch das vor.

Dann wird klarer, warum Menschen mit PH keinen Normalsport machen können, sich aber durchaus bewegen sollen. Denn Extremcouching ist auch schlecht.
Seid also lieb zu Euren Herzchen, sie tun, was sie können.

Normwerte
mPAP mittlerer Lungenarteriendruck liegt zwischen 14 und 16mmHg, man spricht bei 20mmHg von Lungenhochdruck.
mPAP wird im Rechtsherzkatheter gemessen

sPAP systolischer Lungenarteriendruck liegt in Ruhe bei ca. 30mmHg und kann bei Belastung auch mal bei 40mmHg liegen
Der sPAP wird gemessen im Echo, Herzultraschall, die maximale Geschwindigkeit der Trikuspidalinsuffizienz.

Das erklärt, warum eine gut schließende Trikuspidalklappe dafür sorgt, dass man im Echo den sPAP dann nur noch grob schätzen kann.

(danny 001)

OMNIA TEMPUS HABENT

Diagnose IPAH im Februar 2013, in Behandlung bei OA Dr. Ulrich Krüger, Herzzentrum Duisburg, Medikamente: Sildenafil, Bosentan jetzt Macitentan, Subkutane Treprostinilpumpe, 24/7 Sauerstoff, Marcumar, Diuretika

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04 Jan 2021 12:49 - 04 Jan 2021 12:59 #986 von danny
Warum erhöht sich der Lungendruck denn eigentlich?

Von Lungenhochdruck spricht man, wenn der mittlere Pulmonale Arterielle
Druck, abgekürzt mPAP (englisch Pressure) über 20mmHg liegt. Normwert
12-16mmHg

Wie kommt es dazu?
Eine Einengung der Lungenstrombahn und eine Blutflutung der Lunge bewirken
eine reflektorische Zusammenziehung der Lungengefäße., der sogenannte Euler-Liljestrand-Reflex.

Das ist eigentlich eine clevere Idee des Körpers, wenn er merkt, "Huch, da
ist zu wenig Blut und keine Sauerstoffbeladung ist möglich, reguliert er
selbst, dass das Blut in Regionen kommt wo die Sauerstoffaufnahme
besser funktioniert.


Leider wird bei PAH draus ein Teufelskreis, dieser hypoxische
(Sauerstoffmangel) Vasokonstriktion (Gefäßzusammenziehung)
verselbstständigt sich und plötzlich werden Mechanismen angestubst, die
dafür sorgen, dass die Gefäße sich nicht nur zusammenziehen, nein, sie
wachsen auch noch zu. Die innere Schicht der Gefäße wird immer dicker,
weil die Müllabfuhr der alten Zellen, die sogenannte Apoptose nicht mehr
funktioniert. Das hat Gründe im Stoffwechsel, was ziemlich kompliziert
ist, einfach merken, Gefäße wachsen zu.


Ein fixiertet, also ein nicht umkehrbarer Lungenhochdruck ist die Folge.
Der sogenannte PVR, der Pulmonale Vaskuläre Widerstand steigt und daraufhin
steigt der Druck im Niederdrucksystem des Lungenkreislaufs, wie ja im
ersten Beitrag erklärt.


Normwerte für den PVR (Pulmonaler Vaskulärer Widerstand)
Pulmonaler Gefässwiderstand in der Einheit dyn/s/cm²
heute wird der PVR oft in Wood Einheiten (WE) angegeben.
0,7 bis 1,1 WE.
Zur Umrechnung in Wood Einheiten (WE) muss man den Wert durch 79,9 teilen.


Nun haben wir den Lungenhochdruck.

Es gibt zig Gründe, warum die Gefäße in der Lunge sich geärgert fühlen, dazu dann im nächsten Beitrag.

Zusammenfassung: zu viel Blut, zu wenig Sauerstoff sorgt für ein Zusammenziehen des
kompletten Gefäßbettes in der Lunge, dadurch steigt der GefäßWIDERSTAND
und der Lungendruck im Niederdrucksystem des kleinen Kreislaufes
zwischen rechtem Herz und Lunge. Das nennt sich Pulmonale Hypertonie,
Lungenhochdruck.


(danny 002)

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05 Jan 2021 15:54 - 07 Jan 2021 13:03 #991 von danny
Nizzaklasse 1

Es gibt zig Ursachen , die zu PH führen können. Gemein ist allen, dass die Gefäße in der Lunge zuwachsen. Wie schon gelesen, durch zu viel Blut im Lungenkreislauf oder Sauerstoffmangel. Einflüsse von in den Gefäßen und von außen.

Wir schauen uns jetzt mal die Klassen, Nizzaklassen, Einteilung nach Ursachen genauer an.

Die klassische PAH ist selten. Ca. 2-7 (je nach Quelle) von einer Million Einwohner
IPAH bedeutet Idiopathisch Pulmonal Arterielle Hypertonie
idiopathisch, Ursache ungeklärt
pulmonal, in der Lunge befindlich
arteriell, in den Arterien, die Gefäße, die vom Herzen wegführen
Hyper, zu hoch
Tonie, Druck, Spannung

HPAH, ist die genetisch bedingte Variante, Genschäden, Genvarianten führen zu PAH
hereditär, erblich bedingt

Diese beiden Varianten entstehen DIREKT in den Arterien, aus sich selbst heraus.
Alle anderen Varianten sind Folge von Infektionskrankheiten, Kollagenosen, Herzfehlern, Medikamenten, Toxinen, portale Hypertonie und in Folge PAH, usw. dazu später mehr.
Gründe sind also vielfältig , allen gemein die Lungengefäße verengen sich, der Blutfluss ändert sich, Sauerstoffmangel entsteht.

(danny 003)

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06 Jan 2021 16:06 #993 von danny
Unterschied Nizzaklassifikation und WHO/NYHA Funktionsklasse

Wir waren bei der NIZZAKLASSIFIKATION. Die reiht alle Formen der PH auf und
heißt Nizzaklassifikation, weil die PH Koryphäen das 2018 auf dem
letzten weltweilten PH-Fachärzte-Treffen so IN Nizza so definiert haben.
Der GRUND der PH wird also sortiert dargestellt.

NICHT zu verwechseln mit der NYHA Klasse. Nizza sortiert die Gründe, NYHA teilt die SCHWERE der Erkrankung in vier Klassen.
Manchemal steht da auch WHO Klasse, nach World Health Organization. WHO/NYHA da
ist das gleiche mit gemeint, der Schweregrad der PH wird beschrieben und
eingeteilt, wie folgt

Das System der Funktionellen Klasse hat 4 Stufen, mit denen beschrieben
wird, wie groß die Beeinträchtigung des Lebens durch PAH sein kann. Der
Arzt wird anhand dieses Systems den Schweregrad der PAH-Symptome
bewerten. Basierend auf dieser Einteilung wird er Ziele setzen um die
Symptome zu verbessern. Der behandelnde Arzt wird versuchen, die
Symptome so zu verbessern, dass eine möglichst niedrige Stufe erreicht
wird und diese so lange wie möglich gehalten werden kann. Die Tabelle
unten beschreibt die 4 Stufen.

Die Einstufung erfolgt gemäß einem funktionellen Klassifizierungssystem –
der so genannten WHO-/NYHA-Klassifikation (NYHA steht für „New York
Heart Association“).
Klasse I Es treten keine Beschwerden bei körperlichen Aktivitäten auf.

Klasse II Normale körperliche Aktivität führt bereits zum Auftreten von
Belastungszeichen wie Kurzatmigkeit und Erschöpfung. Brustschmerzen und
Ohnmachtsanfälle können auftreten. Im Ruhezustand sind die Erkrankten
beschwerdefrei.

Klasse III Bereits geringe körperliche Aktivität führt zum Auftreten von
Belastungszeichen wie Kurzatmigkeit und Erschöpfung.Brustschmerzen und
Ohnmachtsanfälle können auftreten. Im Ruhezustand sind die Erkrankten
beschwerdefrei.

Klasse IV Atemnot und Schwächegefühl tauchen bereits im Ruhezustand auf und
werden bei Belastung verstärkt. Betroffene können keinerlei körperliche
Tätigkeiten ohne Beschwerden verrichten. Die rechte Herzhälfte ist
stark vergrößert und ihre Pumpleistung eingeschränkt.
Wird durch eine spezifische Therapie die WHO-/NYHA-Klasse der Patienten
verbessert oder zumindest stabilisiert, kann dies die Lebenserwartung
deutlich verbessern.
(danny 004)

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07 Jan 2021 13:09 #995 von danny
Wie gelesen sortiert die Nizzaklassifikation die PH Formen nach Ursachen

Nizzaklasse 1

Quelle Wikipedia

1. Pulmonalarterielle Hypertonie (PAH)
1.1 Idiopathische pulmonalarterielle Hypertonie (IPAH

)1.2 Hereditäre pulmonalarterielle Hypertonie (HPAH), auch familiäre pulmonale Hypertonie (FPAH) genannt

1.2.1 BMPR2 –Fehlfunktion (Fehlfunktion eines Gens vom Chromosom 2 beim Menschen)

1.2.2 ALK1, Endoglin (mit oder ohne hereditärer hämorrhagischer Teleangiektasie) – Fehlfunktion

1.2.3 Unbekannt

1.3 Arzneimittel- und toxininduzierte PAH (DPAH)

1.4 Assoziierte pulmonalarterielle Hypertonie (APAH); bei folgenden Grunderkrankungen:

1.4.1 Kollagenosen
1.4.2 HIV -Infektion
1.4.3 portaler Hypertonie
1.4.4 angeborenen systemisch-pulmonalen Shunts (u. a. Herzfehler )
1.4.5 Bilharziose

1.5 Pulmonale venookklusive Erkrankung PVOD (engl.) und/oder pulmonalkapilläre Hämangiomatose (PCH)

1.6 Persistierende pulmonalarterielle Hypertonie des Neugeborenen (PPHN)

(danny 005)

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07 Jan 2021 14:08 - 11 Jan 2021 13:17 #996 von danny
WAS ist denn der Unterschied zwischen PAH und PH?

Nizzaklasse 1 beschreibt die PAH, die PulmonalARTERIELLE Hypertonie, hier entsteht die Pulmonale Hypertonie durch Veränderungen an den Lungenarterien bzw . bei PVOD auch an den Lungenvenen.

Ab Nizzaklasse 2 redet man von PH, denn die Gefäße sind nicht betroffen, es steigt einfach nur der Druck im Gefäßsystem. (Was nach einiger Zeit auch zu stoffwechselbedingten Umbau der Gefäße führen KANN)

Daher unterscheiden sich auch die Therapieansätze: bei einfacher PH, also reine Druckerhöhung im Lungenkreislauf bedingt durch Lungenerkrankungen, Schlafapnoe, Herzerkrankungen (Herzfehlershunts gehören zu PAH), CTEPH...alle diese Erkrankungen haben URSACHEN, die behandelt werden können und der Druck im Niederdrucksystem des Lungenkreislaufes kann wieder sinken. Bei CTEPH kann z.B. eine Operation die alten vernarbten Embolien aus den größeren Lungengefäßen entfernen. Man kann aber bei PAH nicht alle Lungengefäße innen neu auskleiden, um die PAH zu behandeln...leider.

Auch kann eine PH Therapie mit speziellen PH Medikamenten nach hinten losgehen, denn z.B. können schwere Lungenödeme entstehen bei Herzerkrankungen, weil ja alle Gefäße weitgestellt werden und Wasser aus dem Kreislauf ins Gewebe versacken kann.
Der Unterschied ist also riesig: bei PAH haben die Lungengefäße selbst ein Problem, indem die Innenschicht der Gefäße zuwachsen. Bei PH ist nur der Blutdruck erhöht im Lungenkreislauf somit muss dort die URSACHE behandelt werden, damit der Druck sinkt.

(danny 006)

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10 Jan 2021 15:09 - 10 Jan 2021 15:22 #999 von danny
1.2 Hereditäre pulmonalarterielle Hypertonie (HPAH), auch familiäre pulmonale Hypertonie (FPAH) genannt

1.2.1 BMPR2 –Fehlfunktion (Fehlfunktion eines Gens vom Chromosom 2 beim Menschen)

1.2.2 ALK1, Endoglin (mit oder ohne hereditärer hämorrhagischer Teleangiektasie) – Fehlfunktion

1.2.3 Unbekannt

Einige weitere bekannte Gene und Prädispositionen
Bei der hereditären pulmonalen arteriellen Hypertonie (HPAH) handelt es sich um eine autosomal-dominant vererbte Erkrankung mit unvollständiger Penetranz. Heterozygote Veränderungen des BMPR2-Gens (Bone Morphogenetic Receptor 2; Mitglied der transforming growth factor
beta (TGF-ß) family) wurden bei etwa 75% der Patienten mit HPAH und bei
ca. 15-20% der Patienten mit IPAH (idiopathische PAH) identifiziert.
Dabei handelt es sich um de novo Varianten und hereditäre Fälle, deren
familiärer Hintergrund u.a. aufgrund der unvollständigen Penetranz oft
unentdeckt bleibt. Die Penetranz liegt bei Frauen mit 42% deutlich
höher, als bei Männern (ca. 14%). Der Erkrankungsbeginn kann sehr stark
variieren, von der frühen Kindheit bis ins späte Erwachsenenalter. In
selteneren Fällen (ca. 1-3%) können auch ursächliche Varianten in
anderen Genen vorliegen (z.B. ACVRL1, BMPR1B, CAV1, EIF2AK4, ENG, GDF2, KCNA5, KCNK3, SMAD1, SMAD4, SMAD9 und TBX4 ).

Eine davon ist die hereditäre pulmonal-arterielle Hypertonie (hPAH). „Hereditär“ bedeutet vererblich. In diese Subklasse fallen also
Lungenhochdruck-Erkrankungen, welche auf einer genetischen Veränderung
beruhen. Diese Genveränderung (Mutation) kann vererbt werden.

Diese
Variante ist selten und betrifft einen geringen Prozentsatz aller
Patienten. Alle anderen Arten des Lungenhochdrucks sind nicht vererbbar.

Besteht eine vererbliche Variante, können Angehörige einen Gentest machen
lassen. Wer eine erbliche Veranlagung hat, muss aber nicht zwangsläufig
an Lungenhochdruck erkranken.

Welche Gene sind betroffen?Die vererbliche PAH beruht am häufigsten auf einer Mutation eines Gens, das BMPR2 genannt wird. BMPR2 steht für Bone-morphogenetic-protein-Rezeptor 2.

Bei anderen Patienten kann eine seltenere Variante vorliegen. Dabei sind
bestimmte Komponenten eines Wachstumsfaktors (TGF-Beta) betroffen.
Wachstumsfaktoren spielen eine wichtige Rolle bei der Entwicklung von
Zellen und Geweben. ALK1 und Endoglin sind Bestandteile dieses Wachstumsfaktors.

Sind sie verändert, kann es zu Lungenhochdruck und auch zu sogenannten
Teleangiektasien kommen, einer krankhaften Erweiterung der Blutgefäße,
Morbus Osler, HHTHereditäre Hämorrhagische Teleangiektasie

(danny 007)

www.pulmonale-hypertonie-selbsthilfe.de/.../77-ph...

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11 Jan 2021 13:08 - 11 Jan 2021 13:11 #1000 von danny
Nizzaklasse, wir sind immer noch bei Klasse eins, diesmal

1.3 Arzneimittel- und toxininduzierte PAH (DPAH)
Quelle Wikipedia

Eine der idiopathischen pulmonalen Hypertonie zugeordnete Form kann bei prädisponierten Personen durch Arzneistoffe , vor allem einige Appetitzügler , ausgelöst werden. Die betreffenden Appetitzügler Fenfluramin , Dexfenfluramin und Aminorex wurden auf Grund dieser Nebenwirkung mittlerweile vom Markt genommen.
Als Ursache für die durch diese Arzneistoffe ausgelöste pulmonale
Hypertonie werden eine Aktivierung von Serotonin-Rezeptoren (5-HT2B-Typ) und eine damit verbundene Veränderung (Remodeling) pulmonaler Blutgefäße diskutiert.

Quelle Gelbe Liste
  • Definitives Risiko: Aminorex, Fenfluramin , Dexfenfluramin , Toxisches Rapsamenöl, Benfluorex, Selektive Serotonin Wiederaufnahmehemmer
  • Wahrscheinliches Risiko: Amphetamine, Dasatinib , L-Tryptophan, Metamphetamine
  • Mögliches Risiko: Kokain, Phenylpropanolamin, Johanniskraut, Amphetaminartige
    Drogen, Gamma- und Beta-Interferon, Chemotherapeutische Agenzien wie Mitomycin C oder Cyclophosphamid .

Remodeling bedeutet, dass Gewebe umgebaut werden. Bei der PAH passiert das im
Lungengefäß an der innersten Schicht, dem Endothel. Die Müllabfuhr der
verbrachten , alten Zellen funktioniert nicht und die Zellbildung wird
durch diverse Stoffe angeregt, vermehrt Zellen zu bilden. Nach und nach
wachsen ALLE Lungengefäße zu. Das erhöht den Gefäßwiderstand und das
erhöht den Druck im Lungenkreislauf.

In dem Zusammenhang liest man auch oft den Begriff "Proliferation"
bedeutet, dass schnelles , überschießendes Zellwachstum hier am
Endothel, innerste Schicht der Arterie.

(danny 008)

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12 Jan 2021 13:30 #1001 von danny
PH-einfach erklärt
Immer noch Nizzaklasse 1

1.4 Assoziierte pulmonalarterielle Hypertonie (APAH); bei folgenden Grunderkrankungen:
1.4.1 Kollagenosen
1.4.2 HIV -Infektion
1.4.3 portaler Hypertonie
1.4.4 angeborenen systemisch-pulmonalen Shunts (u. a. Herzfehler
)1.4.5 Bilharziose

Die APAH (assoziierte PulmonalArterielle Hypertonie) Nizzaklasse 1.4. reiht sehr unterschiedliche Erkrankungen auf.
Heute knöpfen wir uns dann Nizzaklasse 1.4.1 vor, die Kollagenosen.
Was sind Kollagenosen? Bindegewebserkrankungen
Quelle Deutsche Rheumatliga
"Früher wurde angenommen, dass bei den Kollagenosen hauptsächlich eine
Veränderung im Bindegewebe vorliegt. Heute weiß man, dass es sich um
systemische Autoimmunerkrankungen handelt, die auch die Blutgefäße
angreifen können. Typisch ist, dass verschiedene innere Organe, Haut und
Gelenke gleichzeitig oder nacheinander erkranken. Die Krankheiten
verlaufen chronisch.

Kollagenosen sind selten Frauen erkranken wesentlich häufiger an ihnen als Männer.
Die häufigste Kollagenose ist das Sjögren-Syndrom. Eine andere Form,
der systemische Lupus erythematodes (SLE), tritt vor allem bei Frauen
zwischen dem 25. und 35. Lebensjahr auf.

Ursachen - wie kommt es zu Kollagenosen?
Kollagenosen sind Autoimmunerkrankungen. Bei dieser Form von Erkrankungen richtet
sich das Abwehrsystem des Menschen gegen den eigenen Körper. Das
Immunsystem hält gesunde Körperzellen für krank oder fremd und bekämpft
sie. Warum es in diesen Fällen Freund und Feind nicht unterscheiden
kann, ist nicht bekannt.

Einige Verursacher konnten Wissenschaftler jedoch identifizieren. Mit großer
Wahrscheinlichkeit spielen etwa bei der Entstehung des systemischen
Lupus erythematodes weibliche Geschlechtshormone eine wichtige Rolle.
Sonnenlicht ist mit ziemlicher Sicherheit ein Auslöser für den
systemischen Lupus erythematodes. Auch das wissen Forscher heute.
Manche Medikamente können ebenfalls ein dem Lupus ähnliches
Krankheitsbild hervorrufen. Bei anderen Kollagenosen wie der
systemischen Sklerose und dem Sjögren-Syndrom ist über die Ursachen
nichts bekannt. Man vermutet, dass erbliche Faktoren sowie
Umwelteinflüsse (Mineralstaub oder Infektionen) eine Rolle spielen."
Prof. Olschewski hat sich mit dem Thema näher auseinandergesetzt.
"Nach der idiopathischen pulmonal arteriellen Hypertonie (IPAH) stellen die
mit einer Kollagenose (connective tissue disease [CTD]) assoziierten
pulmonal arteriellen Hypertonien (PAH) die zweitgrößte Subgruppe
innerhalb der PAH-Gruppe dar. Am häufigsten betroffen von einer PAH sind
die Sklerodermie und Mischkollagenosen. Aber auch der systemische
Lupus erythematodes (SLE), die Dermatomyositis, das Sjögren-Syndrom,
Antisynthetase-Syndrom und die rheumatoide Arthritis weisen ein erhöhtes
PAH-Risiko auf. Die pulmonale Symptomatik und die Therapie sind
ähnlich wie bei der IPAH. Diagnostisch wird für die systemische
Sklerose (SSc) ein jährliches echokardiographisches Screening auf eine
pulmonale Hypertonie empfohlen. Bei den anderen Kollagenosen wird eine
solche Diagnostik dann empfohlen, wenn Symptome vorliegen, die zu einer
pulmonalen Hypertonie passen, insbesondere Luftnot bei Belastung,
Müdigkeit oder Schwächeanfälle. Eine frühzeitige Therapie mit
PAH-Medikamenten wird empfohlen, nachdem die Prognose einer CTD
assoziierten PAH deutlich ungünstiger ist, als bei einer IPAH. Auf eine
kollagenoseassoziierte pulmonal venookklusive Erkrankung (PVOD) als
Differenzialdiagnose ist besonders zu achten, weil sie ein hohes Risiko
für therapieassoziierte Nebenwirkungen mit sich bringt. Zugelassen für
die kollagenoseassoziierte PAH sind Endothelinrezeptorantagonisten
(ERA), Phosphodiesterase-5-Inhibitoren (PDE5i), IP-Rezeptoragonisten
(IPA) und ein Stimulator der löslichen Guanylatzyklase (sGCS). In der
Kombination mit immunsuppressiven Substanzen und wegen der
Besonderheiten der Grundkrankheit ist unter PAH-Medikamenten mit mehr
und schwereren Nebenwirkungen zu rechnen als bei IPAH-Patienten."
[url=https://www.facebook.com/groups/1816985131909034/user/100023590173862/?__cft__[0]
[/url]
Zusammengefasst: die APAH beinhaltet diverse Autoimmunerkrankungen, Kollagenosen wie z.B.

Sjögren Syndrom
SLE Systemischer Lupus Erythematode
Mischkollagnosen
CHREST Syndrom
Systemische Sklerose
SHARP Syndrom
Antiphospholipid-Syndrom (das auch später noch bei der CTEPH eine Rolle spielt)

Die Gewebe werden verändert, darunter dann auch manchmal die Lungengefäße und PAH kann entstehen.
Wichtig ist, dass Betroffene regelmäßig ihr Herz untersuchen lassen um frühzeitig PAH zu erkennen.

"Diagnosestellung
Die Diagnostik dieser Krankheitsbilder ist sehr komplex und erfordert eine
umfangreiche Geräte- und Laboruntersuchung. Bis zur endgültigen
Diagnose können Jahre vergehen und nicht selten sind andere Fachbereiche
mit einzubeziehen.

Kollagenosen weisen als Autoimmunerkrankungen antinukleäre Antikörper (ANA) auf.
Diese sind sogenannte Autoantikörper, weil sie sich gegen die eigenen
Zellkerne richten. Sie können dem behandelnden Arzt einen Hinweis auf
das Vorliegen einer Kollagenose geben. Es lassen sich auch Untergruppen
der ANA nachweisen, mit denen man bestimmte Kollagenosen besser
definieren kann.

Da ANA auch bei einigen gesunden Menschen oder bei nichtrheumatischen
Krankheiten nachgewiesen werden können, ist allein der Nachweis von ANA
für die Diagnosestellung einer Kollagenose nicht ausreichend. Daher
sind noch andere Untersuchungen wie z.B. bildgebende Verfahren
(Ultraschall und Röntgen, Echokardiographie), Lungenfunktionstest und
Kapillarmikroskopie, Blut- und Urinuntersuchungen für die Stellung der
Diagnose erforderlich. In einigen Fällen kann außerdem eine Haut- oder
Nierenbiopsie (mit Entnahme und Untersuchung von Gewebe) notwendig
sein."
Quelle medicover.de

"Therapie
Das Ausmaß der Beteiligung innerer Organe und des zentralen Nervensystems
ist ausschlaggebend für die Festlegung der medikamentösen Behandlung.
Patienten ohne Organbeteiligung und mit einer minimalen
Krankheitsaktivität werden in der Regel mit nicht-kortisonhaltigen
Entzündungshemmern, wie z. B. Ibuprofen behandelt. Bei Befall eines
lebensnotwendigen Organs sollte – je nach Ausprägung – eine sofortige
Immunsystem unterdrückende medikamentöse Therapie mit sogenannten
„Immunsupressiva“ begonnen werden.

Für die Behandlung der Kollagenosen stehen folgende Medikamenten zur
Verfügung: nicht kortison­haltige Entzündungshemmer (NSAR), Cortison
(Prednisolon, Metylprednisolon), Malariamittel (Chloro­quin,
Hydroxychloroquin), Azathioprin, Methotrexat, Mycophenolatmofetil,
Cyclosporin A, Cyclophosphamid, Endothelin-Rezeptorantagonisten und
PDE-5-Hemmer sowie Biologika, d. h. biotechnologisch her­gestellte
Medikamente, die gezielt Entzündungen im Körper bekämpfen können."

WICHTIG: Die Therapie der Grunderkrankung steht im VORDERGRUND, je besser diese
behandelt wird, umso geringer die Möglichkeit einer PAH.

(danny 009)

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13 Jan 2021 13:03 #1003 von danny
Nizzaklasse 1

1.4.2 HIV -Infektion

pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/28902721/

www.aerztezeitung.de/Medizin/HIV-Infekti...ochdruck-380371.html




HIV-Infektion ist Risikofaktor für LungenhochdruckMÜNCHEN (wst). HIV-Infizierte haben im Vergleich zur übrigen Bevölkerung ein
bis zu 1000fach erhöhtes Risiko, eine pulmonale arterielle Hypertonie
zu entwickeln. Bei unklarer Belastungsdyspnoe sollte deshalb immer auch
an diesen Zusammenhang gedacht und eine entsprechende Diagnostik
eingeleitet werden.
Veröffentlicht: 07.02.2006,

Infolge der immer effektiveren antiretroviralen Behandlung treten bei
HIV-Infizierten zunehmend Begleitkomplikationen der Erkrankung oder der
Therapie in den Vordergrund, die lebensbegrenzend sein können. Daten
prospektiver Studien zufolge beträgt die Inzidenz der pulmonalen
arteriellen Hypertonie (PAH) bei HIV-Infizierten 0,1 bis 0,5 Prozent
pro Jahr. Darauf hat der Pneumologe Professor Ralf Ewert vom
Universitätsklinikum Greifswald bei den 11. Münchner AIDS-Tagen
aufmerksam gemacht.

Auch die Tatsache, daß heute fünf bis acht Prozent aller Erstdiagnosen
einer HIV-Infektion aufgrund einer PAH-Abklärung ermittelt werden,
verweist auf die Assoziation beider Erkrankungen, ergänzte Dr. Till
Neumann vom Universitätsklinikum Essen auf einem vom Unternehmen
Actelion unterstützten Symposium. In einem Pilotprojekt am Herzzentrum
Essen wurde zudem bei neun von 57 echokardiographisch untersuchten
HIV-Patienten ein auffälliger Pulmonalarteriendruck festgestellt.
Welche Faktoren bei HIV-Infizierten eine PAH induzieren, sei noch weitgehend
unklar, sagte Ewert. Direkte Einwirkungen des Virus auf das Endothel
konnten bislang nicht nachgewiesen werden. Favorisiert wird derzeit die
These, daß durch das Virus stimulierte Zytokine wie Interleukin 6 bei
genetisch prädisponierten Patienten die PAH-Entwicklung vorantreiben.
Die Virusmenge unter die Nachweisgrenze zu senken gilt daher als
Basisstrategie, einer PAH vorzubeugen oder ihren Verlauf zu bremsen.
Spezifische Therapie-Optionen bei PAH seien Prostanoide,
Phosphodiesterase-5-Hemmer und Endothelin-Rezeptor-Antagonisten, etwa
Bosentan (Tracleer®), sagte Dr. Thomas Konorza, ebenfalls vom
Uniklinikum Essen. Einige Patienten profitierten von einer
Langzeittherapie mit Kalziumantagonisten."

"Während die antiretrovirale Therapie die gesundheitlichen Ergebnisse für
HIV-Patienten weiter verbessert, muss der Schwerpunkt der Behandlung auf
chronische, nicht übertragbare Krankheiten verlagert werden. Unter den
kardiovaskulären Erkrankungen, die mit einer chronischen HIV-Infektion
einhergehen, ist die HIV-PAH eine schwere fortschreitende Erkrankung,
die zu Rechtsherzversagen und Tod führt. Die derzeit verfügbaren
Behandlungsstrategien sind wirksam, jedoch wird es von entscheidender
Bedeutung sein, unser Verständnis der HIV-PAH zu vertiefen, da sie
wahrscheinlich weltweit die häufigste Ursache für PAH werden wird.


Übersetzt mit www.DeepL.com/Translator (kostenlose Version)"
(danny 010)

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Diagnose IPAH im Februar 2013, in Behandlung bei OA Dr. Ulrich Krüger, Herzzentrum Duisburg, Medikamente: Sildenafil, Bosentan jetzt Macitentan, Subkutane Treprostinilpumpe, 24/7 Sauerstoff, Marcumar, Diuretika

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15 Jan 2021 14:08 #1004 von danny
1.4.3
Portale Hypertension, portopulmonale Hypertonie

Durch den Rückstau kommt es auch hier zu den klassischen Zeichen einer Pulmonalen Hypertonie, die jedoch Leber bedingt ist.
Es staut sich und dadurch steigt der Druck....usw, kennen wir ja jetzt schon

Portale Hypertension (auch Portale Hypertonie, Pfortaderhochdruck) bezeichnet die Erhöhung des[url=https://l.facebook.com/l.php?u=https%3A%2F%2Fde.wikipedia.org%2Fwiki%2FPfortader%3Ffbclid%3DIwAR1g5GCK8wl7T0nxtguylRJsIbzXwOYkLHpQDJ32YeMGLPs1Bz0oTlbtGCg&h=AT0LRkyxczMUdz068JOXNuUHTYh_roHGBKEXtcC8rVK3SkeQoCGJNTb4YEAxSgSDM5nIQ8l5ctHvvNztkBRP2Onnuyhn-qA4jvkRANefCUjUirlvBp1dVaCr_cF0BKuEMTfVzxAiBQLU&__tn__=-UK-R&c[0]]portalvenöser[/url] Druck) über den Normbereich (3–6 mmHg ).


Die Pfortader (Vena portae) ist das Gefäß, welches das venöse Blut der
Bauchorgane (Magen, Dünndarm, Teile des Dickdarms, Pankreas, Milz) zur
Leber leitet. Dort werden Nährstoffe verstoffwechselt sowie viele für
den Körper giftige Stoffe umgewandelt und ausgeschieden. Verschiedene
Erkrankungen können den Blutfluss in der Pfortader verlangsamen bzw.
unterbrechen und dadurch deren Blutdruck erhöhen. Es kommt zu einem
Rückstau von Blut vor der Leber. Das Blut muss nun über sogenannte
Kollateralkreisläufe über andere Venen unter Umgehung der Leber zum Herz
fließen. So bleiben Stoffe im Blutkreislauf, die eigentlich in der
Leber abgebaut und dann ausgeschieden bzw. verstoffwechselt werden
sollten. Zusätzlich sind die Venen der Kollateralkreisläufe nicht für
den Transport so großer Blutmengen geeignet. Dies kann
lebensbedrohliche Folgen haben.

sich zu Krampfadern [url=https://l.facebook.com/l.php?u=https%3A%2F%2Fwww.gesundheit.gv.at%2Flexikon%2Fk%2Fkrampfadern%3Ffbclid%3DIwAR17B6gALkDEAJkbku6bV1oJ_iw8ePQukXTYNulfM0XFl8nemtGkRHgenmE&h=AT39Ktu3RIXOGchxu4_ggcc-Ja7t-HFF8LUuNSRnybjRcw0Q_FarMkvXGQOWBFtnUuG8D-Im44dBlaBmkW7R0ILmwEZlDESLfkHjJJXvA9TzNw_JimiP8ynHDP3xO5voN27O1NWeeb-s&__tn__=-UK-R&c[0]Varizen[/url]) zu entwickeln. Diese Venenerweiterungen finden sich an der Bauchdecke
um den Nabel herum (Caput medusae), entlang des Magens und der
Speiseröhre (Ösophagus) und im Analbereich ([url=https://l.facebook.com/l.php?u=https%3A%2F%2Fwww.gesundheit.gv.at%2Fkrankheiten%2Fverdauung%2Fhaemorrhoiden-ursachen%3Ffbclid%3DIwAR0kUwMVXZe_AKjPTWVtJkSoENmvjlEiVhCaG0h45mqysMkpfCEDg2NzjzU&h=AT1MxLotEwRUmddNLt-BM6jjR_-_Y5Ar5sXfZyIF4rBtYy0RO2W62JLQR4ebyTDrQuYwBtDAAzH20Z7Cy2dopEwtV0779uF83ywL3D6GYA_ei5vILZGY7Qcr5KTJdBP3J_-tJB-p4bu7&__tn__=-UK-R&c[0]Hämorrhoiden[/url]).
Ursachen sind
Leberzirrhose durch Alkoholmissbrauch oder
Hepatitis B und C
Thrombose in der Pfordader
Blutstau vor dem Herzen z.B. durch Herzinsuffizienz
Sarkoidose der Leber.
Lebermetastasen
in Folge einer Lebertransplantation

Die gefährlichste Komplikation ist das Platzen einer solchen Krampfader.
Häufig sind dabei Venen in der Speiseröhre betroffen. Es entsteht eine
sogenannte akute [url=https://l.facebook.com/l.php?u=https%3A%2F%2Fwww.gesundheit.gv.at%2Flexikon%2Fo%2Flexikon-oesophagusvarizenblutung%3Ffbclid%3DIwAR2hg9JZLyUBGbzMJUu8kq2tHNBZ12uKYSm4ChBmXoCyvZEDDqSWjRM0HyM&h=AT0nBlOLpzl2jwuQWoaI11y77fYdglA_Z978gbYbd9xYlo3uH9WRxlfXODL2HhBk5XSWaiS3pVf_biWGvztWhtVP4TdRx3E-DQXD7hOSPaaFM6ML4Ts-o0BtZ6SIPBUPGQsybijv_Ame&__tn__=-UK-R&c[0]Ösophagusvarizenblutung Blutung aus Krampfadern der Speiseröhre
weiterlesen[/url]. Bei dieser kann es ohne Schmerzen zu einer massiven lebensbedrohlichen
Blutung aus den erweiterten Venen der Speiseröhrenschleimhaut kommen.
Auch platzende Venen des Magens können schwere Blutungen hervorrufen.
Es kann zu Bluterbrechen kommen. Dabei kann das Erbrochene rot oder
schwarz sein. Auch schwarze Blutbeimengungen im Stuhl (Teerstuhl) sind
zu beobachten, wenn Venen der Speiseröhre oder des Magens bluten. Wenn
Hämorrhoiden bluten, finden sich frische, rote Blutauflagerungen am
Stuhl.

Symptome bei weiteren möglichen Folgen des Pfortaderhochdrucks:
  • Ein  (Bauchwassersucht) führt zu einer Vergrößerung des Bauchumfanges und evtl. Bauchschmerzen;
  • Beschwerden durch eine Einschränkung von Entgiftungsfunktionen sowie des
    Hormon-, Fremdstoff- und Arzneimittelstoffwechsels der Leber (z.B.
    Beschwerden bei Medikamentenüberdosierungen oder bei
  • Beschwerden durch Rückstau von Blut in die Milz: verstärkter Abbau und dadurch Mangel von Blutzellen
Die Therapie ist ähnlich der ganz normalen PH, aber gleichzeitig kümmert man sich auch gut um die Leber.

Quellen. Wikiartikel zum Thema und flexikon.doccheck.com/de/Portopulmonale_Hypertension
[url=https://www.facebook.com/groups/1816985131909034/user/100010692482248/?__cft__[0]
[/url]
(danny 011)

OMNIA TEMPUS HABENT

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19 Jan 2021 13:10 #1012 von danny
1.4.4 angeborenen systemisch-pulmonalen [Shunts] (u. a. [Herzfehler]

Warum entsteht dann PH? Weil die Lunge viel viel mehr durchblutet wird und
reflektorisch wie in den ersten Erklärungen die Lungengefäße sich
verengen. Der Gefäßwiderstand in der Lunge steigt. Dieser Mechanismus
verselbsständigt sich und schon haben wir feinsten Lungenhochdruck.
Eine besondere Variante ist der sogenannte Eisenmengereffekt: kommt vor,
wenn es eine Verbindung , einen SHUNT zwischen linker und rechter
Herzhälfte gibt.

Normalerweise ist ja der Körperkreislauf (linkes Herz) mit einem höheren Druck
versehen als der Lungenkreislauf (rechtes Herz), so dass bei einem Shunt
dazwischen zum Druckausgleich das Blut von links nach rechts laufen
würde.....bei LungenHOCHdruck passiert das auch von rechts nach links.
Der Lungendruck ist also RECHTS höher als links.
Das sauerstoffarme Blut aus der rechten Herzhälfe vermischt sich mit dem
Blut der linken Herzhälfte, so dass man blau wird wie Schlumpf. Weil
Teile des Blutes NICHT mit Sauerstoff versorgt werden. Mit
Lungenhochdruck kann es dann zur Shuntumkehr kommen, wie oben
beschrieben.

Wenn man Sauerstoff von außen gibt, kann dieser kaum ankommen, weil das
Problem direkt im Herzen liegt. Denn wenn das Blut nicht durch die Lunge
geht, kann auch nicht ausreichend O2 aufgenommen werden.
Viele dieser angeborenen Herzfehler können heilend operiert werden. Das muss
sehr früh passieren, damit sich keine PH fixiert. Manchmal taucht der
Lungenhochdruck auch nach erfolgreicher OP wieder auf. Leider war dann
wohl die PH schon etabliert, sprich das Lungengefäßsystem sehr
empfindlich und sehr sehr leicht überreizt mit diesem reflektorischen
Zusammenziehen der Arterien und den Stoffwechselprozessen, die daraus
entstehen und PH fixieren.

(danny 012)

Hier wird alles näher in einer Fortbildung erklärt, finde das ganz anschaulich.

www.cme-kurs.de/kurse/dyspnoe-bei-patien...borenen-herzfehlern/

OMNIA TEMPUS HABENT

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21 Mär 2021 15:52 #1049 von danny
Und diese Ursache überrascht sicher viele:
1.4.5 Schistosomiasis, Bilharziose

Eine der häufigsten Ursachen für PH

www.gesundheits-lexikon.com/Infektionskr...lgeerkrankungen.html


(danny 013)

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21 Mär 2021 16:04 #1050 von danny
1.5

Pulmonale venookklusive Erkrankung PVOD (engl.) und/oder pulmonalkapilläre Hämangiomatose (PCH)

Pulmonale veno-okklusive Erkrankung und/oder pulmonale kapillare Hämangiomatose

Krankheitsdefinition

Eine Erkrankung, die eine seltene Untergruppe der seltenen pulmonalen Hypertonie darstellt, die durch eine obliterative Fibrose der kleinen pulmonalen Venen und Venolen und/oder eine kapilläre Infiltration des pulmonalen Interstitiums gekennzeichnet ist und zu einem erhöhten pulmonalen Gefäßwiderstand und einer rechtsventrikulären Dysfunktion führt.
ORPHA:431353
Klassifizierungsstufe: Gruppe von Erkrankungen

    Synonym(e): -
    Prävalenz: -
    Vererbung: -
    Alter des Auftretens: Alle Altersgruppen
    ICD-10: -
   
Epidemiologie

Die jährliche Inzidenz der pulmonalen veno-okklusiven Erkrankung und/oder der pulmonalen kapillären Hämangiomatose (PVOD und/oder PCH) wurde auf 1 in 5-10 Millionen geschätzt, was jedoch wahrscheinlich eine Unterschätzung darstellt. Man geht davon aus, dass PVOD und/oder PCH bis zu 5 bis 10 % der Patienten ausmachen, bei denen zunächst eine idiopathische pulmonal-arterielle Hypertonie (PAH) diagnostiziert wird.
Klinische Beschreibung

Der Ausbruch der Erkrankung kann in jedem Alter erfolgen und es gibt keine generelle Geschlechtsprädilektion bei der genetischen Form der Erkrankung, aber eine männliche Dominanz bei sporadischen PVOD-Fällen. Die Patienten präsentieren sich mit unspezifischen respiratorischen Symptomen, am häufigsten mit progressiver Belastungsdyspnoe und Müdigkeit. PVOD und/oder PCH und idiopathische PAH haben das gleiche klinische Erscheinungsbild und die klinische Untersuchung ist nicht hilfreich, um sie zu unterscheiden. Im weiteren Verlauf der Erkrankung können die Patienten Anzeichen einer rechtsventrikulären Insuffizienz zeigen, und die Einnahme von PAH-Medikamenten ist mit dem potenziellen Risiko eines lebensbedrohlichen Lungenödems verbunden.
Ätiologie

Es wird vermutet, dass mehrere Faktoren die Krankheitsentwicklung beeinflussen, darunter verschiedene Chemotherapieschemata sowie Knochenmark- und hämatopoetische Blutstammzelltransplantationen. Berufliche Exposition ist ein häufig anzutreffender Risikofaktor für PVOD (hauptsächlich organische Lösungsmittel, wie Trichlorethylen (ein chloriertes Lösungsmittel). Eine pulmonal-venöse Beteiligung kann auch bei Patienten mit Bindegewebserkrankungen (systemische Sklerose), Sarkoidose und adulter pulmonaler Langerhans-Zell-Histiozytose auftreten. Es wurden auch familiäre Fälle von PVOD und/oder PCH berichtet, und etwa 10 bis 20 % der PVOD- und/oder PCH-Patienten haben eine vererbbare Form der Erkrankung aufgrund von bi-allelischen Mutationen im EIF2AK4-Gen (15q13.3).
Diagnostische Methoden

Eine Rechtsherzkatheteruntersuchung bestätigt die pulmonale Hypertonie und zeigt das Muster einer präkapillären PH mit normalem Pulmonalarterienkeildruck. Obwohl die Histologie als Goldstandard für eine eindeutige Diagnose gilt, birgt die Lungenbiopsie ein hohes Morbiditäts- und Mortalitätsrisiko. Daher basiert die Diagnose in der Regel auf der Kombination von klinischen Befunden, Lungenfunktionstests und Blutgasmessungen (Hypoxämie in Ruhe und niedrige Kohlenmonoxid-Diffusionskapazität), bronchoalveolärer Lavage (okkulte Alveolarblutung) und hochauflösenden CT-Scans (Septumverdickung, Mattigkeit und Lymphadenopathie). Mutationen im EIF2AK4-Gen bestätigen die Diagnose.
Differentialdiagnose

Die wichtigsten Differentialdiagnosen sind PAH (idiopathisch oder sekundär zu chronischen Lungenerkrankungen) und chronisch thromboembolische pulmonale Hypertonie.
Pränatale Diagnose

Eine pränatale Diagnose kann bei Familien mit identifizierten bi-allelischen Mutationen im EIF2AK4-Gen in Betracht gezogen werden.
Genetische Beratung

Genetische Beratung und Screening auf das EIF2AK4-Gen werden für PVOD/PCH-Patienten angeboten. Die erbliche PVOD und/oder PCH ist eine autosomal rezessive Erkrankung.
Management und Behandlung

Die übliche empfohlene Behandlung umfasst eine Sauerstofftherapie, gerinnungshemmende und antithrombotische Mittel, Immunsuppressiva, Pneumokokken- und Grippeimpfungen sowie eine Einschränkung der körperlichen Aktivität. Der Einsatz von PAH-spezifischen Therapien (Endothelin-Rezeptor-Antagonisten, Phosphodiesterase-Typ-5-Hemmer, Prostazykline) bleibt aufgrund des hohen Risikos eines Lungenödems umstritten. Wichtig ist, dass PVOD-Patienten, die akut auf inhalatives NO ansprechen, nach Einleitung einer Kalziumkanalblocker-Therapie schnell ein schweres Lungenödem entwickeln können. In Anbetracht der obigen Überlegungen ist ein akuter Vasoreaktivitätstest bei PVOD kontraindiziert. Derzeit wird empfohlen, PVOD- und/oder PCH-Patienten in hochspezialisierten Zentren für PAH zu behandeln und sie umfassend über die Risiken zu informieren, wenn PAH-spezifische Therapien eingeleitet werden. Aufgrund der schlechten Prognose sollte eine Lungentransplantation frühzeitig im Krankheitsverlauf diskutiert werden.
Prognose

Die Prognose für PVOD- und/oder PCH-Patienten bleibt schlecht, wenn keine Lungentransplantation erfolgt.

www.orpha.net/consor/cgi-bin/Disease_Sea...lng=EN&data_id=23248

danny014

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21 Mär 2021 16:07 - 21 Mär 2021 16:13 #1051 von danny
1.6 Persistierende pulmonalarterielle Hypertonie des Neugeborenen (PPHN)

ruhigatmen.at/persistierende-pulmonale-h...m-neugeborenen-pphn/

ZusammenfassungDie persistierende pulmonale Hypertonie des Neugeborenen (PPHN) ist eine
seltene, heterogene Erkrankung mit hoher Mortalität. Die PPHN ist
gekennzeichnet durch einen hohen pulmonalen Gefäßwiderstand (PVR, Rp)
und einen erhöhten pulmonalarteriellen Druck (PAP) sowie extra- und
intrapulmonale Rechts-Links-Shunts. Entstehen kann sie auf dem Boden von
Lungenentwicklungsstörungen, intrauterinen Ereignissen oder bei der
Anpassung an das extrauterine Leben. Die PPHN tritt häufig in
Assoziation mit einer primären oder sekundären Lungen -erkrankung auf,
die entweder das Broncho-Alveolar system, die Lungengefäße oder die
pulmonalen Lymphgefäße betrifft. Betroffen sind meist reife oder fast
reife Neugeborene (NG) innerhalb der ersten 30 Lebenstage. Auslöser
können Erkrankungen sein, die zu einem respiratorischen Versagen mit
alveolärer Hypoxie führen (Mekonium -aspirationssyndrom (MAS),
angeborene Pneumonie, Sepsis, Geburtsasphyxie, Atemnotsyndrom (RDS),
Lungenhypoplasie, Zwerchfellhernie (CDH), alveoläre kapilläre Dysplasie
(ACD), pulmonale Lymphangiektasie). Ferner kommen als Ursachen Noxen wie
die Einnahme von Medikamenten und Drogen während der Schwangerschaft
infrage. Die PPHN kann ebenfalls idiopathisch auftreten. Postnatal kommt
es durch die zunehmende Belüftung der Lunge zu einem physiologischen
Abfall des Widerstandes in den Lungenarteriolen. Bleibt diese
extrauterine Adaptation aus oder besteht eine vorbestehende anatomische
oder funktionelle Beeinträchtigung der pulmonalen Arteriolen, kann sich
eine PPHN entwickeln. Über den Ductus arteriosus, das Foramen ovale und
intrapulmonale Kurzschlüsse wird nicht oxygeniertes Blut im Sinne eines
Recht-Links-Shunts an den ventilierten Arealen der Lunge vorbeigeleitet.
Klinisch resultiert eine Zyanose. Der erhöhte pulmonale Gefäßwiderstand
führt des Weiteren zu einer Nachlasterhöhung und einer Druckbelastung
des rechten Ventrikels (RV), die über Tage bis Wochen in ein Rechtsherz
versagen münden kann.
Eine Sonderform der pulmonalen Hypertonie im ersten Lebensjahr stellt
die chronisch progressive pulmonale Hypertonie (PH) dar, die sich im
Laufe der ersten Lebenswochen bis -monate entwickeln kann. Im Vergleich
zur neonatalen PPHN liegen hier wahrscheinlich andere Ursa-chen und
Pathomechanismen zugrunde. Eine PPHN ist per se akut, kann aber auch in
eine chronisch progressive PH übergehen.

www.researchgate.net/publication/3238752...im_ersten_Lebensjahr

danny015

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26 Jul 2021 14:53 #1212 von WolleWiebke4

danny schrieb: Unterschied Nizzaklassifikation und WHO/NYHA Funktionsklasse

Wir waren bei der NIZZAKLASSIFIKATION. Die reiht alle Formen der PH auf und
heißt Nizzaklassifikation, weil die PH Koryphäen das 2018 auf dem
letzten weltweilten PH-Fachärzte-Treffen so IN Nizza so definiert haben.
Der GRUND der PH wird also sortiert dargestellt.

NICHT zu verwechseln mit der NYHA Klasse. Nizza sortiert die Gründe, NYHA teilt die SCHWERE der Erkrankung in vier Klassen.
Manchemal steht da auch WHO Klasse, nach World Health Organization. WHO/NYHA da
ist das gleiche mit gemeint, der Schweregrad der PH wird beschrieben und
eingeteilt, wie folgt

Das System der Funktionellen Klasse hat 4 Stufen, mit denen beschrieben
wird, wie groß die Beeinträchtigung des Lebens durch PAH sein kann. Der
Arzt wird anhand dieses Systems den Schweregrad der PAH-Symptome
bewerten. Basierend auf dieser Einteilung wird er Ziele setzen um die
Symptome zu verbessern. Der behandelnde Arzt wird versuchen, die
Symptome so zu verbessern, dass eine möglichst niedrige Stufe erreicht
wird und diese so lange wie möglich gehalten werden kann. Die Tabelle
unten beschreibt die 4 Stufen.

Die Einstufung erfolgt gemäß einem funktionellen Klassifizierungssystem –
der so genannten WHO-/NYHA-Klassifikation (NYHA steht für „New York
Heart Association“).
Klasse I Es treten keine Beschwerden bei körperlichen Aktivitäten auf.

Klasse II Normale körperliche Aktivität führt bereits zum Auftreten von
Belastungszeichen wie Kurzatmigkeit und Erschöpfung. Brustschmerzen und
Ohnmachtsanfälle können auftreten. Im Ruhezustand sind die Erkrankten
beschwerdefrei.

Klasse III Bereits geringe körperliche Aktivität führt zum Auftreten von
Belastungszeichen wie Kurzatmigkeit und Erschöpfung.Brustschmerzen und
Ohnmachtsanfälle können auftreten. Im Ruhezustand sind die Erkrankten
beschwerdefrei.

Klasse IV Atemnot und Schwächegefühl tauchen bereits im Ruhezustand auf und
werden bei Belastung verstärkt. Betroffene können keinerlei körperliche
Tätigkeiten ohne Beschwerden verrichten. Die rechte Herzhälfte ist
stark vergrößert und ihre Pumpleistung eingeschränkt.
Wird durch eine spezifische Therapie die WHO-/NYHA-Klasse der Patienten
verbessert oder zumindest stabilisiert, kann dies die Lebenserwartung
deutlich verbessern.
(danny 004)


super, vielen Dank für diese explizite Aufklärung. Finde ich super. Ist für mich sehr hilfreich. 

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