academic.oup.com/eurheartj/article/45/37/3789/7741587
Ferricarboxymaltose und körperliche Belastbarkeit bei Herzinsuffizienz mit erhaltener Ejektionsfraktion und Eisenmangel: die FAIR-HFpEF-Studie
AbstraktHintergrund und ZieleEs liegen keine Belege dafür vor, dass die Behebung eines Eisenmangels (ID) klinisch bedeutsame Vorteile für Patienten mit Herzinsuffizienz mit erhaltener Ejektionsfraktion (HFpEF) hat.MethodenFAIR-HFpEF war eine multizentrische, randomisierte, doppelblinde Studie zum Vergleich von intravenös verabreichter Ferricarboxymaltose (FCM) mit Placebo (Kochsalzlösung) bei 200 Patienten mit symptomatischer HFpEF und ID (Serumferritin < 100 ng/ml oder Ferritin 100–299 ng/ml mit Transferrinsättigung < 20 %). Der primäre Endpunkt war die Veränderung der Distanz im 6-Minuten-Gehtest (6MWTD) vom Ausgangswert bis Woche 24. Zu den sekundären Endpunkten zählten Veränderungen der Klasse der New York Heart Association, der Gesamtbeurteilung des Patienten und der gesundheitsbezogenen Lebensqualität (QoL).ErgebnisseDie Studie wurde aufgrund langsamer Rekrutierung abgebrochen, nachdem 39 Patienten eingeschlossen worden waren (medianes Alter 80 Jahre, 62 % Frauen). Die Veränderung des 6MWTD vom Ausgangswert bis Woche 24 war bei denjenigen, die FCM erhielten, größer als bei denjenigen, die Placebo erhielten [kleinste quadratische Mittelwertdifferenz 49 m, 95 %-Konfidenzintervall (CI) 5–93;
P = 0,029]. Veränderungen bei sekundären Endpunkten unterschieden sich nicht signifikant zwischen den Gruppen. Die Gesamtzahl der unerwünschten Ereignisse (76 vs. 114) und schwerwiegenden unerwünschten Ereignisse (5 vs. 19; Ratenverhältnis 0,27, 95 %-CI 0,07–0,96;
P = 0,043) war bei FCM niedriger als bei Placebo.SchlussfolgerungenBei Patienten mit HFpEF und ID-Markern verbesserte intravenöses FCM die 6MWTD und war mit weniger schwerwiegenden Nebenwirkungen verbunden. Die Studie war jedoch nicht aussagekräftig genug, um Auswirkungen auf Symptome oder Lebensqualität festzustellen oder zu widerlegen. Die potenziellen Vorteile von intravenösem Eisen bei HFpEF mit ID sollten in einer größeren Kohorte weiter untersucht werden.