Pulmonale Arterielle Hypertonie

für Anfänger

Unser Blutkreislauf besteht aus zwei verschiedenen Blutkreisläufen:

Körperkreislauf

Sauerstoffreiches Blut wird aus der linken Herzseite in den Körper gepumpt, wo es Sauerstoff in die Organe und Muskeln bringt und nach Verbrauch wieder zurück zum rechten Herzen gelangt.

Lungenkreislauf

Sauerstoffarmes Blut kommt aus den Organen und Muskeln im rechten Herzen an. Es gelangt von dort in die Lunge und wird wieder mit Sauerstoff beladen.

Aus verschiedenen Gründen können sich die Gefäße in der Lunge zusammenziehen und somit den Gefäßwiderstand steigern und somit den Lungendruck erhöhen. Der mittlere Lungendruck mPAP genannt (mean arteriel pressure) liegt normalerweise bei ca. 12-20mmHg.

Von Lungenhochdruck spricht man bei einem Wert von 25mmHg in Ruhe.

Der mittlere Pulmonal Arterielle Druck kann nur in einem Rechtherzkatheter bestimmt werden und ist Goldstandard bei der Verdachtsdiagnose PAH / PH. Diese invasive Diagnostik ist leider nötig um einen Lungenhochdruck klar zu bestimmen.

Ihr lest, der normale mittlere Lungendruck ist normalerweise sehr niedrig. Er ist nur ein zehntel so hoch, wie der systemische Blutdruck im großen Blutkreislauf. Das rechte Herz ist daher auch nur wenig mit Muskeln ausgekleidet, weil es nur gegen geringen Widerstand der Lungen arbeiten muss.

Wenn jetzt der Druck in der Lunge steigt, wird zunächst die Muskulatur dicker und dann vergrößert sich das rechte Herz. Es wird auf Dauer geschädigt und entwickelt eine Schwäche, eine Herzinsuffizienz.

Das rechte Herz kämpft die ganze Zeit mit all seiner Kraft gegen den Lungenhochdruck an und jegliche zusätzliche Belastung bringt es an den Rand seiner Belastbarkeit. Daher ist es so gefährlich, sich zu überlasten: schweres Tragen, Heben, Schieben , schnelles Treppensteigen zwingt das tapfer agierende rechte Herz in die Knie.